Link Juice

Link Juice Blogeintrag Beitragsbild
Inhalsverzeichnis

Während das Surfen in den Anfängen des Internets rein über Links funktionierte, sind Suchmaschinen heutzutage ein zentraler Dreh- und Angelpunkt der täglichen Online-Navigation. Dementsprechend ist ein gutes Ranking in den organischen Suchergebnissen von enormer Bedeutung für die Sichtbarkeit der eigenen Website.

Wer nach Möglichkeiten der Verbesserung des Suchmaschinen-Rankings der eigenen Website sucht, stolpert früher oder später über den SEO-Begriff Link Juice. Meist wird der Begriff im Zusammenhang mit den Begriffen PageRank und Backlinks geführt, die hier für das weitere Verständnis kurz erklärt werden:

Was ist ein Backlink?

Als Backlinks werden in der SEO alle Links bezeichnet, die auf einer Webseite von anderen externen und internen Seiten eingehen. In der bereits angesprochenen Anfangszeit des Internets wurde meist ein Link zur Seite des Linkursprungs gesetzt – also ein Link zurück bzw. im englischen back –, da ein Erreichen der vorherigen Seite sonst nur schwer möglich war. Da dies heutzutage nicht mehr nötig ist, beschreibt der Begriff Backlink nur noch die eintreffenden Verlinkungen.

Was bedeutet der PageRank?

Der PageRank – benannt nach seinem Erfinder und Google-Gründer Larry Page und nicht nach dem englischen Begriff für Seite – bezeichnet in der SEO einen berechenbaren Qualitätsfaktor einer Webseite. Diese Messgröße bewertet primär die Qualität aber auch die Quantität der eingehenden Links auf einer Seite. Jede einzelne Webseite erhält einen PageRank-Wert. Wenn diese Webseite auf eine weitere Seite verlinkt, vererbt sie ihren PageRank-Wert an die verlinkte Seite und hat somit einen Einfluss auf die Gesamtbewertung der zweiten Seite. Je höher dieser PageRank-Wert einer Webseite ist, desto wichtiger erachten Suchmaschinen deren Relevanz zu einem Thema und die Webseite wird in den organischen Suchergebnissen höher gelistet. Nachdem diese beiden Begriffe nun kurz umrissen wurden, stellt sich jedoch weiterhin die folgende Frage:

Was ist Link Juice?

Link Juice, auch Linkjuice, (zu Deutsch: „Verknüpfungsstärke“) bezeichnet einen weiteren SEO-Qualitätsfaktor einer Webseite. Während der PageRank eine messbare Größe darstellt, beschreibt der Link Juice ein Konstrukt aus verschiedenen SEO-Faktoren, die die Verteilung von Linkpower auf einer Website beschreiben. Neben der Qualität und Quantität der Backlinks, spielt auch das Ranking in den organischen Suchergebnissen und die Verteilung der Links eine Rolle. Um dieses doch etwas komplexe Konstrukt zu beschreiben, haben wir ein Schaubild kreiert, das die Zusammenhänge besser beschreibt:

Link Juice Schaubild der SEO – MISSION OM GmbH

Der zentrale Behälter in der oberen Mitte stellt die Startseite einer Website dar. Aufgrund der Wichtigkeit dieser, der starken Verlinkung innerhalb der eigenen Website und dem Fakt, dass die meisten externen Links (symbolisiert durch den gelben Juice) auf der Startseite eintreffen, hat diese den meisten Linkjuice zur Verfügung (der rote Juice im Schaubild).

Um diesen Linkjuice optimal zu verteilen, sollte die Startseite auf die wichtigsten Kategorie-Seiten weiterleiten. Es sollten nur die wichtigsten Seiten als Ziele gewählt werden, da der Link Juice gleichmäßig auf alle Links verteilt wird. Dies hat zu Folge, dass umso mehr Links von der Startseite abgehen, umso weniger Link Juice erhalten die einzelnen Webseiten. Für die Veranschaulichung vermischen sich der externe Linkjuice mit dem internen zu einem orangenen Saft (dem Juice Flow).

Die Kategorie-Seiten sollten dann auf einzelne Dienstleistungen oder Produkte weiterleiten, damit diese in dritter Instanz vom Link Juice profitieren. Grundsätzlich gilt, dass jede wichtige Seite auf möglichst vielen anderen Seiten verlinkt sein sollte, damit die Relevanz der Seite für die Suchmaschine verdeutlicht wird.

Wie kann ich die Verschwendung von Linkjuice vermeiden?

Früher wurden, um eine Verschwendung des Linkjuice zu vermeiden, Links auf Seiten, wie z.B. das Impressum, mit einem nofollow-Attribut ausgestattet. Google hat diese nofollow-Taktik jedoch bereits vor Jahren durch ein Update nutzlos gemacht. Ein nofollow-Attribut verhindert den Fluss des Linkjuice‘ nicht mehr. Diese Seiten sollten daher in der robot.txt-Datei für die Crawler ausgeschlossen werden.

Was gilt es zu beachten?

Bei der Verlinkung der einzelnen Seiten sollte, neben der reinen Anzahl der Weiterleitungen einer Seite, darauf geachtet werden, dass die internen Verlinkungen mit dem exakt gleichen Keyword geschehen, da Google so bewusst wird, dass die Seite für ebendieses verlinkte Keyword wichtig ist. Von zentraler Bedeutung ist hierbei, dass jede Content-Seite auf mindestens einer anderen Webseite mit genügend Link Juice verlinkt ist, da das gänzliche Fehlen von Link Juice eine Seite nahezu unsichtbar macht.

Fazit

Link Juice ist ein mächtiges Tool der SEO, das für die Stärkung der wichtigsten Seiten einer Website aktiv eingesetzt werden sollte. Durch das Anlegen einer geplanten und sinnvollen internen Linkstruktur können wichtige Seiten zusätzlich auf deren zentrales Keyword hin getrimmt werden. Es sollte hierbei jedoch vorsichtig vorgegangen werden, damit kein Link Juice verschwendet wird. Zudem sollte auf die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit der externen Backlinks geachtet werden. Wenn diese Punkte beachtet werden steht einem starken Link Juice Flow nichts im Wege.

Brauchen Sie Hilfe rund um die Themen Link Juice, SEO oder in anderen Bereichen des Online Marketings?
Dann kontaktieren Sie uns jetzt unverbindlich und vereinbaren Sie eine kostenfreie Erstberatung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.